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Unterbrochene Hinbewegung

Unterbrochene Hinbewegung meint im Kontext der Familienaufstellung, dass zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Menschseins die Bezugsperson plötzlich fehlt, sei es durch Krankehit, Tod, Trennung usw. War das Kind oder die Mutter kurz nach der Geburt getrennt (Krankenhausaufenthalt, Unfall, schwere Geburt, Gefahr für Kind/Mutter), kann es sein, dass dieses Kind später als Erwachsener unbewusst diese Gefühle der Trennung noch in sich trägt. Die natürliche Suchbewegung eines kleinen Kindes nach seinen Bezugspersonen wird unterbrochen bzw. unmöglich gemacht.

Erlebt ein Kind, dass es seine Zugehörigkeit zu seinem Familiensystem nicht sicherstellen kann, gerät es massiv in Aufruhr und Stress (sehr oft körperlich) und muss Formen des Ausdrucks finden, um diese Übererregung wieder abzubauen, meistens in Form von somatischen Krankheiten. Dieses Fehlen kann eine ungünstige Verhaltensenwicklung für das spätere Leben auslösen. Es kann auch dazu führen, dass ein Mensch sich permanent seelisch auf seine Eltern zubewegt und dann doch wieder abwendet, um nicht noch einmal so tiefgehend enttäuscht zu werden. Das Kind wird in seinem späteren Leben immer wieder in solche Situationen geraten bzw. sie auch unbewusst herbeiführen, in denen sich diese Such- und Wegbewegungen wiederholen. Was bleibt ist das Gefühl von „Immer wieder dasselbe“.

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Unterbrochene Hinbewegung: Die Bindung kann nicht aufgebaut werden

Der Austausch mit anderen Menschen kann dadurch gestört sein, dies kann mit den damaligen Gefühlen zusammenhängen, z.B. mit der damaligen Trauer, Wut, Verzweiflung, Resignation usw. Sätze, die aus einer solchen Verzweiflung kommen, können sein „Ich werde nie mehr im Leben um etwas bitten“ oder „Ich werde mich nie mehr schwach zeigen“.

Indikationen für eine solche unterbrochene Hinbewegung sind zum Beispiel

  • Hinweise auf eine schwere Geburt mit Gefahr für Mutter und/oder Kind
  • Großer bzw. erhöhter Stress bei Mutter vor, während und nach der Geburt durch alle möglichen Ursachen
  • Plötzliche Panikattacken, kalte Hände, Apathie im erwachsenen Alter
  • Unfähigkeit dauerhafte Beziehungen herzustellen
  • Chronische Erschöpfungszustände und andere Erkrankungen und Schmerzen ohne organische Ursache

Diese fehlende Verbindung kann durch eine Familienaufstellung „nachgeholt“ werden, andere Möglichkeiten sind zum Beispiel Bonding oder die Festhaltetherapie nach Jirina Prekop

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